20:24h, Dienstag 20.11.2007
Hilfe für Wildvögel in Not!
Uhu-Krankengeschichte endet mit einem Happy End
Osnabrück. Dem Uhu ging es nicht gut, als er von Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Dammer Berge im Zoo Osnabrück abgegeben wurde. Der Patient war geschwächt, mager, die Nasenlöcher und der Schnabel waren verklebt und er war von Parasiten befallen. Ohne menschliche Hilfe hätte er in der Natur vermutlich nicht lange überlebt. Der Uhu kam in eigens für solche Fälle errichtete Volieren hinter die Kulissen des Zoos, wurde tierärztlich behandelt und mit Leckerbissen verwöhnt. Bereits nach kurzer Zeit konnte er wieder selbst fressen und verschlang Futtertiere in großer Menge. Die nächste Station auf dem Weg zur vollständigen Genesung war die Versetzung in die Flugvoliere, sozusagen von der Intensivstation in den Reha-Bereich. Dort erprobte der Uhu seine Flugkünste und die Zoomitarbeiter konnten sehen, wie sicher er sich in der Luft bewegt. Denn nur 100%ige Bewegungskoordination erlaubt es den Greifvögeln, Beute zu schlagen und in der Natur zu überleben.
Ab Anfang November war klar, dass der Uhu fit für die Freiheit war. Mitarbeitern des
Naturschutzzentrums Dammer Berge nahmen den Uhu wieder in Empfang und
entließen ihn am Fundort in die Freiheit.
Der Zoo ist Auffangstation für verletzte Wild- und Greifvögel. Nicht jede Krankengeschichte endet
mit einem Happy End, aber es ist für die Zoomitarbeiter immer wieder ein schönes Erlebnis zu sehen, wenn die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind.
michael.johannsmeier
Der Beitrag wurde am Dienstag, dem 20. November 2007 um 20:24 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.
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