20:27h, Dienstag 01.07.2008
Reaktionen auf Zootest des Stern
Zooexpeterten bezeichnen Test als "ärgerlich"
Osnabrück. Die Zoo-AG, eine Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Zooexperten hat in ihrer jüngsten Presseschau den Zootest des Stern als „ärgerlich“ bezeichnet. Der Osnabrücker Zoo schnitt bei diesem Testergebnis zwar mit der Note „noch gut“ ab, war aber lediglich auf dem 25. Platz von 27 Großzoos gelandet.
Der Osnabrücker Zoo erfüllt nicht nur alle von der Europäischen Union geforderten Haltungsbedingungen, sondern übertrifft diese in allen Fällen zum Teil deutlich. Dies ist das Ergebnis eines harten Sanierungsprogramms, das nicht mit öffentlichen Mitteln, sondern dank vieler Sponsoren und Zoobesucher realisiert werden konnte.
Es ist deshalb völlig unverständlich, dass der Osnabrücker Zoo hinter vielen Zoos bewertet wurde, die in vielen Fällen selbst die Haltungsbedingungen für sensible Tierarten wie Menschenaffen und Elefanten nicht erfüllen.
Gleichwohl hat der Zoo Osnabrück selbst viele Schwachstellen erkannt, die in den nächsten Jahren mit großen Anstrengungen abgebaut werden sollen.
„Wir leben im Moment noch sehr stark von der Verpackung, also unseren Marketingkampagnen, mit denen wir die Besuchszahlen von 400.000 auf 750.000 jährliche Besucher ausweiten konnten! Das eigentliche „Produkt Zoo“ muss und wird in den nächsten Jahren mit Rekordinvestitionen zu einem der schönsten Zoos in Deutschland weiter „entwickelt“, sind sich Zoopräsident Reinhard Coppenrath und Geschäftsführer Andreas Busemann sicher.
Der weltweit einmalige unterirdische Zoo, der Zoo und Naturkundemuseum miteinander verbindet und insbesondere die neu entstehende, gitterlose afrikanische Erlebniswelt Takamanda werden mit einer Rekordsumme von 12 Millionen Euro das Erscheinungsbild des Zoo nachhaltig verbessern.
„Mit diesen beiden Projekten sind wir im Vergleich zu anderen Zoos in Deutschland ab 2010 auf UEFA-Cup-Kurs“, sind sich Coppenrath und Busemann sicher.
„Um auf Championsleague -Niveau zu kommen, müssen wir aber zeitnah insbesondere die Bärenanlage und den Beton-Affenfelsen im Herzen des Zoos komplett umgestalten. Wir arbeiten zurzeit an einer Überarbeitung des Masterplans für den Gesamtzoo, können aber schon jetzt sagen, dass die Finanzierung – insbesondere mit Blick auf die Tatsache, dass wir der Zoo mit der geringsten Zuschussquote sind – nicht einfach werden wird.“
michael.johannsmeier
Der Beitrag wurde am Dienstag, dem 01. Juli 2008 um 20:27 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.
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