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08:50h, Dienstag 22.09.2009
Stadt Herford stellt überarbeiteten Internetauftritt vor

Barrierefrei, übersichtlicher, offen für Kritik


Herford. Wer seit Mitte der vergangenen Woche www.herford.de im Internet eingibt, sieht eine neue Seite der Stadt Herford. Der 5 Jahre alte Internetpräsenz wurde komplett überarbeitet. Die Grafik und die Struktur des Auftritts sind übersichtlicher gestaltet worden. Zu Gute kommt der neue Auftritt Menschen mit Behinderungen, da die Darstellung weitgehend barrierefrei ist. Neu ist auch das Portal „Bürgeranliegen“. Hier können Anfragen, Ideen und Kritik per Email direkt an die Stadtverwaltung übermittelt werden.

Mit der barrierefreien Ausrichtung setzt die Stadt eine Vorgabe des Landes NRW um. Insbesondere Sehbehinderte und Blinde profitieren. Sie können die aufgerufenen Texte nach Belieben kleiner und größer gestalten. Außerdem sind Bilder und andere Medien mit Beschreibungstexten versehen, gleiches gilt für Links auf andere Seiten. Blinden, denen das städtische Netzangebot durch eine spezielle Software vorgelesen wird, können sich so besser zurechtfinden.

Barrierefreiheit bedeutet zudem, dass die Informationen für alle leicht verständlich und zugänglich sind. Etliche Texte wurden daher neu geschrieben oder überarbeitet. Deutlich wird dies vor allem, wenn man sich die Seiten der Stadtverwaltung ansieht. Jedes Dezernat und die ihm zugehörigen Abteilungen werden einzeln mit Ihren Aufgaben vorgestellt. Die Dezernenten und die Abteilungsleiter sowie die Geschäftsführer der kommunalen Unternehmen sind zudem künftig mit einem Foto präsent. Die Verwaltung wird weniger anonym und bekommt Gesichter.

Bürgernähe soll der Bereich „Bürgeranliegen“ gewährleisten. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen, aber auch ihre Beschwerden direkt an das Bürgermeisterbüro übermitteln. Nach dem Eingang erhalten die Verfasser eine automatische Eingangsbestätigung, danach eine weitere Mail mit einer Codenummer. Unter Angabe dieser Nummer können sie den Bearbeitungsstand ihres Anliegens nach einigen Tagen auf der Seite der Stadt abfragen.

Mehr Transparenz und Übersichtlichkeit soll die reduzierte Menüführung ermöglichen. Statt acht Hauptmenüs gibt es jetzt nur noch vier. Sie heißen „Rathaus und Politik“, „Leben in Herford“, „Tourismus und Kultur“ sowie „Wirtschaft“. Die vier Sparten unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch farblich. Jeder Bereich hat eine eigene Farbe. So können die Bürgerinnen und Bürger besser nachvollziehen, wo sie sich befinden. Bestimmte Inhalte sind allerdings in mehreren Menüs vorhanden, denn es gibt nicht einen, sondern verschiedene Wege, um zu einer Information zu gelangen.

Unter „Rathaus und Politik“ erhalten die Benutzer Auskunft über die Tätigkeit der Stadtverwaltung. Zugleich können sie sich unter dem Menüpunkt „Sitzungsdienst SDNet“ über die Arbeit von Rat und Politik informieren. Das mit einer Fremdsoftware betriebene Portal „Sitzungsdienst“ ist nun mit der Internetpräsenz der Stadt direkt verbunden - der Vorteil: Über die auf jeder Seite vorhandene Funktion „Suche“ können jetzt Rats- und Ausschussunterlagen sowie Sitzungsprotokolle gesucht werden.

Das „Menü Leben in Herford“ hält die Angaben bereit, die für das alltägliche Leben der Herforderinnen und Herforder wichtig sein können. Hier finden verschiedene Zielgruppen, Alte und Junge, Menschen mit Behinderungen, Männer, Frauen oder auch Migranten nützliche Hinweise auf die Angebote von Behörden, Vereinen und sonstigen Institutionen. Zugleich sind hier Themen wie Bildung, Sport und Freizeit oder Kirchen und Religion vertreten.

Im Bereich Tourismus und Kultur wird der Benutzer bei Fragen zum Fremdenverkehr auf die Seiten der Stadtmarketinggesellschaft Pro Herford geleitet. Das Menü Wirtschaft berichtet über den Wirtschaftsstandort und stellt insbesondere die Wirtschaftsförderung und ihren Service für heimische und auswärtige Unternehmen dar.

„Ich freue mich sehr über den neuen Auftritt“, sagt Bürgermeister Bruno Wollbrink. „Ich danke Sylke Haltermann und Dr. René Schilling, die sich in den vergangenen anderthalb Jahren mit der Überarbeitung befasst haben. Ich hoffe sehr, dass die Angebote für mehr Bürgernähe und –service auch angenommen werden.“ Eine neue Internetpräsentation sei immer gewöhnungsbedürftig und könne nicht jeden sofort zufrieden stellen. „Wenn rund 2.000 Seiten umgestellt werden, kann nicht gleich alles passen und perfekt sein. Am neuen Internetauftritt wird weiter gearbeitet“, so das Stadtoberhaupt, „für Anregungen und Kritik sind wir jederzeit dankbar.“

 



michael.johannsmeier

Der Beitrag wurde am Dienstag, dem 22. September 2009 um 08:50 Uhr veröffentlicht und wurde unter Lokales, Startseite abgelegt.


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