Startseite | Lokales | Kultur | Sport | Szene / Galerie | WannWoWas? | PR
- Anzeigen -
<< Zurück zur Übersicht

16:40h, Donnerstag 14.05.2009
Eine Kooperation zwischen Jugendhilfe und Zoo Osnabrück

„Der Regenwald mit Kinderaugen“


Herford/Osnabrück. Die Gefährdung des Regenwaldes geht uns alle an! Dieses dachten sich während der
Osterferien 2009 auch 15 Kinder aus Osnabrück, die an einem ganz besonderen Projekt
teilnahmen. Erstmalig wurde im Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink in Kooperation mit dem
Familien- und Kinderservicebüro ein verlässliches Betreuungsangebot für Grundschulkinder
berufstätiger Eltern angeboten. Konzipiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem Zoo, denn
die teilnehmenden Kinder befassten sich eine Woche lang mit der Gefährdung des
Regenwaldes. Welche Tiere leben im Regenwald, wie leben die Menschen dort mit ihnen
zusammen, was gefährdet diesen Lebensraum und was können wir tun um diesen kostbaren
Lebensraum zu schützen? All diese Fragen waren das Thema, und wo kann man diese besser
beantworten als im Zoo, wo viele Tierarten aus dem Regenwald leben? Die Kinder durften die
Tiere auf eine ganz besondere Art kennen lernen, in dem sie mit ihnen auf Tuchfühlung
gingen: Tapire und Schlangen streicheln gehörten zu den Höhepunkten der Projektwoche. So
wurde während der Projekttage ein verantwortungsvoller und respektvoller Umgang mit
unserer Umwelt gefördert. Denn nur wenn respektvoll mit seiner Umwelt umgegangen wird,
ist eine Voraussetzung für den respektvollen Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen
geschaffen.
Die Tierwelt Südamerikas und der Erhalt des Lebensraumes Regenwald liegt dem Zoo
Osnabrück besonders am Herzen. Seit sechs Jahren unterstützt der Zoo die Gemeinde
Sarayacu im Amazonischen Regenwald in Ecuador finanziell. Die indigene Dorfgemeinschaft
bemüht sich seit Jahren, den Regenwald als Lebensraum für Mensch und Tier nachhaltig zu
schützen. So gibt es Naturschutzgebiete, in denen die Tiere nicht von den Menschen behelligt
werden. Vom Aussterben bedrohte Arten, wie der Tapir, Kapuzineraffe, aber auch Jaguar und
Brillenbär können in diesen Gebieten stabile Bestände aufbauen. Wildhüter betreuen diese
Gebiete. Gerade der Flachlandtapir, Flagschiffart des Artenschutzprojektes, litt besonders
unter dem hohen Jagddruck. Die Ernährung der 1200 Dorfbewohner ist nun durch Zucht
einheimischer Fischarten und nachhaltigen Gemüseanbau gesichert. Der Tapir darf wieder
unbehelligt von dem Menschen durch sein Revier streifen.
Was jeder von uns auch ganz weit weg vom Regenwald zum Erhalt dieses einmaligen
Lebensraumes beitragen kann, war ebenfalls Thema der Projektwoche. Die Ergebnisse und
Erkenntnisse dieser für alle Beteiligten sehr lehrreichen und spannenden Tage, wurden von
den Kindern auf selbstkreierten Plakaten in Form einer Ausstellung gebannt. Diese
Ausstellung ist in den nächsten Wochen im Affenhaus des Osnabrücker Zoos zu bewundern.



michael.johannsmeier

Der Beitrag wurde am Donnerstag, dem 14. Mai 2009 um 16:40 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.


<< Zurück zur Übersicht