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15:34h, Sonntag 22.02.2009
Zoo Osnabrück und Museum am Schölerberg

Die Mauer muss weg!


Osnabrück. In den nächsten Tagen wird die Mauer fallen – zwischen dem Zoo Osnabrück und dem Museum am Schölerberg. Dann wird erstmalig in Deutschland ein Zoo mit einem Naturkundemuseum verbunden sein. Und das nicht nur architektonisch sondern auch thematisch. Denn die Verbindung führt vom Unterirdischen Zoo in die Ausstellung unter.Welten. Anlass genug, den Unterirdischen Zoo in dem neu erschienenen Reiseführer „365 Orte – Eine Reise zu den besten Ideen Deutschlands“ der Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“ aufzunehmen.

„Es gibt nur drei Zoos in Deutschland, die neben einem Naturkundemuseum liegen: Stuttgart, Münster und Osnabrück. Doch als erster zoologischer Garten werden wir nun nicht mehr nur nebeneinander existieren, sondern miteinander,“ erklärt Geschäftsführer Andreas Busemann den historischen Mauerbruch am Schölerberg. Damit führe man die Kernkompetenzen der Einrichtungen zusammen. „Die Impulse für Didaktik und kreative Gestaltung kommen vom Museum, wir vom Zoo liefern das Know-How der Tierhaltung sowie des Managements,“ beschreibt Busemann die fruchtbare Zusammenarbeit. Davon profitieren nicht nur die zwei Institutionen, sondern vor allem die Besucher. Denn ab dem 26. März können die Osnabrücker und alle Interessierten direkt vom Unterirdischen Zoo in die Bodenausstellung unter.Welten gehen und natürlich auch andersherum. Damit steht ihnen eine komplette Erlebniswelt zum Thema „Boden“ zur Verfügung.

Ein erstes Gemeinschaftsprojekt – aber noch lange nicht Ende der Fahnenstange

Auch das Museum freut sich über die „Erweiterung mit Tierzuwachs“: Norbert Niedernostheide, Dipl. Biologe und Leiter des Umweltbildungszentrums ist zuständig für die Wissensvermittlung in den Ausstellungen und entwarf die didaktischen Elemente für den Unterirdischen Zoo. „Da ich bereits die Ausstellung unter.Welten begleitet hatte, konnte ich meine Erfahrung besonders gut in den Unterirdischen Zoo einbringen und die Wissensvermittlung weiter entwickeln,“ erklärt Niedernostheide. Ein Schwerpunkt liege dabei vor allem auf multimedialen Angeboten, die die Lebensweise der Tiere erläutern und die begleitend zur Entwicklung der Tiergruppen ständig aktualisiert werden können. „Gerade zum Darwin-Jahr ist es toll, zeigen zu können, wie Tiere sich an den Lebensraum Boden angepasst haben. Damit erschließen wir eine spezielle Nische,“ so Niedernostheide. Auf jeden Fall sei in puncto Zusammenarbeit Zoo und Museum noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, finden sowohl Niedernostheide als auch Busemann.

Ausgezeichnete Arbeit - Gemeinsam die besten Ideen entwickeln

Dass die Zusammenarbeit und die Verbindung zwischen Zoo und Museum einzigartig und wegweisend ist, findet auch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Im neuen Reiseführer „365 Orte – Eine Reise zu den besten Ideen Deutschlands“ ist deswegen auch der Unterirdische Zoo zu finden. Besonders hervorgehoben werden hier der Erlebnischarakter des Unterirdischen Zoos mit interaktiven und audiovisuellen Medien sowie die Verbindung zwischen Zoo und Museum. Deswegen heißt es in den nächsten Tagen am Schölerberg: Die Mauer muss weg!

Unterirdische Schönheiten bleiben der Star der neuen Erlebniswelt

Das Interesse an den Nacktmullen reißt während dessen nicht ab. So meldete sich nun auch die Johannes B. Kerner Show, die gerne die interessanten Tiere als Studiogäste empfangen hätte. Da jedoch die Königinnen Nachwuchs erwarten und die Tiere generell sehr empfindlich sind, musste der Zoo den Besuch beim Talkmaster leider absagen. Vielleicht klappt es ja ein anderes Mal.

 



michael.johannsmeier

Der Beitrag wurde am Sonntag, dem 22. Februar 2009 um 15:34 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.


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